Arthur-Koestler-Preis
2010
Berücksichtigt werden Beiträge in Print und Hörfunk, die zwischen dem 15. August 2009 (Bewerbungsschluss Vorjahr) und dem 31. August 2010 in Deutschland veröffentlicht wurden. Die Ausschreibung endete am 31. August 2010 (Posteingang). Die Preisverleihung wird am Freitag, dem 12. November 2010, 18 Uhr, in Berlin stattfinden (Teilnahme nur auf Einladung).
2009
Die Spiegel-Journalistin Beate Lakotta erhält den Arthur-Koestler-Preis 2009 für ihren Beitrag „Das Leiden der Anderen“ (Der Spiegel, 24.11.2008, 48/2008). Weitere Informationen finden Sie hier in der Presse-Info. Die Preisverleihung fand am 13.11. in Berlin statt. Hier können Sie die Laudatio und die Dankesrede der Preisträgerin nachlesen.
2008
Die Stern-Redakteurin Dr. Anika Geisler erhält den diesjährigen Arthur-Koestler-Preis für ihren Beitrag "Ich bin alt, ich bin müde. Ich habe genug." (Stern, 10.07.2008) Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Presse-Info vom 11.09.2008. Die Preisverleihung fand am 15.11.2008 in Augsburg statt. Hier die Laudatio des Juryvorsitzenden Heiner Emde und die Dankesrede der Preisträgerin.
2007
Preisträgerin des Arthur-Koestler-Preises 2007 ist Frau Dr. phil. Svenja Flaßpöhler. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr Buch "Mein Wille geschehe. Sterben in Zeiten der Freitodhilfe". Die Preisverleihung fand am 23.11.2007 in Düsseldorf statt. Sie können hier die Laudatio von Heiner Emde und die Dankesrede der Preisträgerin nachlesen.
2006
Preisträgerin des Arthur-Koestler-Preises 2006 ist Jutta Redmann mit ihrem Beitrag "Ich möchte über mein Ende selbst bestimmen" (Der Tagesspiegel, 22.01.2006). Der Preis wurde in Abwesenheit von Frau Redmann verliehen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Augsburg kommen konnte. Hier zur Laudatio und zur Dankesrede der Preisträgerin.
2005
Peter Puppe erhält den Arthur-Koestler-Preis 2005 für seinen Beitrag "Sonnenwende oder Ich bin nicht maßgebend" (veröffentlicht am 28.06.2005 im Internet-Literaturforum "gruppe-vier-w.forum"). Die Preisverleihung fand am 07. November 2005 in Frankfurt/Main statt. Hier die Laudatio (gehalten von DGHS-Präsident Karlheinz Wichmann) und die Dankesrede des Preisträgers.
2004
Prof. Dr. Gérard Radnitzky "Freitod und letzte Hilfe als philosophisches Problem" (in: criticón, Winter 2003/2004). Professor Radnitzky konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Preisverleihung am 13.11.2004 in Augsburg teilnehmen, entsandte aber einen Stellvertreter. Die Laudatio (hier als pdf-Datei) hielt der Jury-Vorsitzende Heiner Emde, die Dankesworte des Preisträgers sprach Dr. Hardy Boullion.
2003
Der Arthur-Koestler-Preis wird in diesem Jahr nicht verliehen. Die Jury unter Vorsitz des Journalisten Heiner Emde bedauerte, dass keine der eingereichten Bewerbungen als besonders herausragend und damit besonders preiswürdig erschien. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Jury begründete ihren Beschluss damit, dass es unter den eingereichten Print- und Radio-Beiträgen vielseitige, interessante und sehr hoffnungsvolle gegeben habe. "Letztlich hat aber an entscheidenden Stellen der Mut zum Weiterdenken gefehlt. Und einen halben Artikel kann man leider nicht prämieren", sagte Emde.
2002
Dr. Richard Herzinger für seinen Artikel "Der belgische Tod" (Die ZEIT, 23.05.2002).
Außerdem wurden drei Sonderpreise vergeben:
1. Nicole Kohse für ihren Beitrag "Abschied von Sarah" (in HNA/Sonntagszeit, 03.03.2002)
2. Christian Modehn für "Wenn Leiden unerträglich wird. Der gute Tod: Euthanasie als Ausweg" (Radio-Manuskript)
3. Dr. Martin Klein für "Sterbehilfe und das Prinzip der Doppelwirkung" (in: Wiener Klinische Wochenschrift 2002, 114/10-11)
2001
Martin Spiewak: "Das lange Sterben des Walter K." (Die Zeit, 19.04.2001)
Filmpreis "Die Lebensuhr" 2008 Der Filmpreis wird 2008 nicht vergeben, da keine geeignete Einsendung gefunden wurde, die die Rahmenbedingungen erfüllt hätte. Der Preis wurde in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal ausgeschrieben. 2006 Der Filmpreis 2006 wurde dem Film "Marias letzte Reise" zuerkannt. Die Laudatio hielt Jury-Mitglied Gerhard Rampp. 2004 Der Filmpreis "Die Lebensuhr" 2004 wurde vergeben an Johannes Backes für seine ZDF-Produktion "37° - Isoldes letzter Sommer". Die Laudatio (hier als pdf-Datei) hielt DGHS-Vizepräsident Karl-Heinz Blessing. 2002 In diesem Jahr wurden zwei Filme ausgezeichnet: 1. "37° Sterben auf Wunsch" von Rob Hof, ZDF-Produktion (ZDF, 28.08.2001) 2. "In Würde sterben - Regine Hildebrandt und Dorothee Sölle im Gespräch" von Heike Mundzeck /Luzifilm Hamburg (NDR, 03.12.2001) 2000 "Mein Leben gehört mir" (ZDF, 03.04.2000)
Zum Hintergrund Der Arthur-Koestler-Preis wird jährlich für herausragende Beiträge an Journalisten oder Schriftsteller vergeben, richtet sich also an die "schreibende Zunft". Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Am 05. September 2005 jährte sich der Geburtstag von Arthur-Koestler zum einhundertsten Mal. Lesen Sie hier eine Würdigung, einen kurzen Lebenslauf, sein Testament und eine Übersicht über sein Werk (pdf-Datei). Mit dem Filmpreis "Die Lebensuhr" werden herausragende TV-oder Kino-Filmproduktionen geehrt. Er wird alle zwei Jahre verliehen und ist nicht dotiert. Beide Auszeichnungen sollen dazu beitragen, die Idee eines humanen selbstbestimmten Sterbens in der Gesellschaft weiter bekannt zu machen und zu fördern. Arthur Koestler Englischer Schriftsteller und Journalist geboren am 05. September 1905 in Budapest, gestorben durch eigene Hand am 03. März 1983 in London Lebensgeschichtlicher Abriss: - Koestler studierte Naturwissenschaften
- seit 1930 war er Mitglied im Redaktionsstab von Ullstein, Berlin
- 1931 - 1937 Mitglied in der Kommunistischen Partei (KP)
- 1932 - 1933 Aufenthalt in der Sowjetunion
- 1936 - 1937 als Berichterstatter auf republikanischer Seite
im Spanischen Bürgerkrieg - vier Monate in Spanien inhaftiert
- 1939 in Frankreich interniert, von dort Flucht nach Großbritannien
- Fremdenlegion
- 1941 - 1942 bei der britischen Armee
"Sein literarisches Werk umfasst Romane mit politischen oder ethischen Problemen, spannende Berichte, Reportagen und naturphilosophische Werke". (aus: Meyers Grosses Taschenlexikon, 1990)
Eine Auswahl seiner Werke: - Ein Mann springt in die Tiefe (Roman), 1945
- Die Gladiatoren, 1948
- Sonnenfinsternis (Roman), 1948
- Der Yogi und der Kommissar (Essays)
- Die Geheimschrift (Autobiographie), 1950
- Der göttliche Funke (Stück), 1955
- Das Gespenst in der Maschine, 1966
- Die Wurzeln des Zufalls, 1968
- Die Herren Call-Girls (Roman), 1971
- Frühe Empörung, 1972
- Diebe in der Nacht
- Gottes Thron steht leer
- Das rote Jahrzehnt
- Pfeil ins Blaue (Autobiographie)
- Zeuge der Zeit (Autobiographie)
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